"Tödliche Grenze - Der Schütze und sein Opfer"
Erstausstrahlung: 15.09.2015, 20.15, ZDF


nnz-online
am 22.04.2015

Im Abschnitt der Grenzkompanie Sorge Harz soll es zu DDR-Zeiten insgesamt sechs Tote gegeben haben. Helmut Kleiner wurde 1963 erschossen, ein Soldat der Sowjetarmee wurde 1984 getötet und der Jugendliche Heiko Runge (15) stirbt am 8. Dezember 1979 in diesem 13 km langen Grenzabschnitt.

Diesen drei von sechs Toten widmet das ZDF seine Aufmerksamkeit und drehte eine Dokumentation, die im Sommer 2015 laufen soll. Ein Drehteam um Autor Thomas Gaevert aus Hasselfelde mit Co-Autor und Regisseur Volker Schmidt-Sondermann aus Dresden erstellten diese Dokumentation.


Peter Blei


Volksstimme Magdeburg am 17.07.2015:

"Es war alles so sinnlos..."

[...] Was fehlt, ist die Stimme des Schützen, der Heiko Runge getötet hat. "Wir wollten ihn dabei haben", sagt Schmidt-Sondermann. Doch der Mann, der lange unter den Ereignissen gelitten hat, lehnte ab. Uwe Fleischhauer hingegen ist mit dem Filmteam in den Harz gefahren. Im Wald überwältigen ihn seine Gefühle sichtlich. "Es war alles so sinnlos", sagt er. [...]


prisma am 04.09.2015

Report, Dokumentation

Bis zum Ende der DDR kamen mindestens 13 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bei Fluchtversuchen an der innerdeutschen Grenze ums Leben. Heiko Runges Geschichte steht exemplarisch für diese Fälle. Doch auch diese Frage stellt sich: Wie war es möglich, dass aus unbescholtenen jungen DDR-Bürgern, die ihren Grundwehrdienst an der Grenze verrichteten, Todesschützen wurden?


WAZ am 04.09.2015

ARD und ZDF feiern 25-jähriges Jubiläum der Einheit
DAS ZWEITE


"Tödliche Grenze - Der Schütze und sein Opfer" ist am 15. September auf dem reichweitenstarken Sendeplatz Dienstag, 20.15 Uhr, platziert.

Jürgen Overkott


Freie Presse Chemnitz am 15.09.2015

Wunden sind noch nicht verheilt

[...] Die Dokumentation "Tödliche Grenze - Der Schütze und sein Opfer" rollt im ZDF-Programm zur besten Sendezeit einen besonders tragischen Fall wieder auf. [...] Die bewegende ZDF-Dokumentation, die so wichtige Zeugen zum Sprechen bringt, erzählt von diesem Drama und möchte dabei auch Aufklärungsarbeit leisten. [...]

Rupert Sommer


Frankfurter Rundschau am 15.09.2015

Imageproblem für die DDR

[...] Natürlich kann ein Dokumentarfilm dieses Formats kaum eine umfassende Analyse desr Grenzpolitik der DDR liefern. Insofern erreicht der Beitrag trotz seiner journalistischen Unschärfen das Ziel, den Finger in eine Wunde zu legen und eine noch nichrt bewältigte, ungeheuerliche Episode der deutschen Geschichte in den Fokusn zu rücken. [...]

Franziska Schuster


Tagesspiegel Berlin am 15.09.2015

Zwei Jungen, ein Schuß

[...] Als Zeitzeuge gibt Uwe Fleischhauer Auskunft, er wieder an den Tatort geführt, wo er sichtlich um Fassung ringt. Man könnte sagen: Mit den ehemaligen Grenzsoldaten geht der Film rücksichtsvoller um, denn ihnen wird eine solch inszenierte Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit erspart. [...]

Thomas Gehringer