Spitzelnde Freunde
Deutschland und der amerikanische Geheimdienst NSA

Sendetermin: 19.11.2014, 22.03 Uhr, SWR2 Feature - 55 Minuten

Autor: Thomas Gaevert, Söhnke Streckel
Redaktion: Wolfram Wessels
Sprecher: Bernd Gnann, Klaus Hemmerle, Janek Petri, Sebastian Schwab
Technik: Daniel Sänger, Sonja Röder
Regie: Iris Drögekamp

Interviewpartner:
Klaus Eichner, ehemaliger Mitarbeiter des MfS / Aufklärung / HVA der DDR
Prof Dr. Joachim Wolf, Ruhruniversität Bochum
William E. (Bill) Binney, ehemaliger technischer NSA-Direktor
Thomas Drake, ehemals externer NSA-Zuarbeiter
Daniel Bangert, Fachinformatik-Student
Daniel Domscheit-Berg, Informatiker, Mitbegründer und bis 2010 Sprecher der Enthüllungsplattform Wikileaks

Weitere O-Töne:
Erich Mielke, bis zum 07.11.1989 Minister für Staatssicherheit der DDR
Keith Alexander, ehemaliger NSA-Direktor
George Blake, ehemaliger britischer Doppelagent
Bryce Jones, 2012 leitender Projektingenieur des Kommando- und Führungszentrums der US-Army in Wiesbaden
Karl Koch, 1989 Initiator einer deutschen Hackergruppe
Bernon F. Mitchell, 1960 in die Sowjetunion übergelaufener NSA-Kryptologe
Gerhard Schröder, Bundeskanzler, am Abend des 11.09.2011 anläßlich des Anschlags auf das WTC New York

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Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist die amerikanische National Security Agency, kurz NSA genannt, in aller Munde. Obwohl Deutschland seit 1994 souverän ist, blieben die US-Streitkräfte und ihre Geheimdienste hier weiterhin stationiert. Sie können vom exterritorialen Boden ihrer Kasernen aus handeln, ohne dass die Bundesregierung einen nennenswerten Einfluss darauf hat.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erklärte sich Deutschland mit den USA solidarisch, deren »Krieg gegen den Terror« uneingeschränkt zu unterstützen. Entsprechende Geheimverträge folgten. Seitdem führt die NSA unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung einen nachrichtendienstlichen Krieg auch von deutschem Boden aus. Die Aktivitäten des Geheimdienstes haben eine lange Tradition,
die er nicht aufzugeben gedenkt.

NSA-Logo: wikipedia (gemeinfrei)

Von alten Parolen zu neuen Freiheiten
Die letzten Teenager der DDR

Sendetermin: 01.10.2014, 10.03 Uhr, SWR2 Tandem - 25 Minuten

Autor: Thomas Gaevert
Redaktion: Ellinor Krogmann
Regie: Günter Maurer

Bild rechts: Bucheinband "Vom Sinn unseres Lebens" (Verlag Neues Leben, Berlin, 1983-1989)

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1989 gab es für die Heranwachsenden im Osten Deutschlands noch FDJ-Nachmittage und die berühmte Jugendweihe, aber kaum jemand glaubte weiter an die alten Parolen.

Melanie und Jan, beide aufgewachsen in einem kleinen Ort nahe der innerdeutschen Grenze, gehören zur letzten Teenager-Generation der DDR. Was für sie eigentlich vorgezeichnet zu sein schien, galt mit dem Fall der Mauer nicht mehr. Wie haben sie damals die neue Freiheit empfunden? Wie hat sich seitdem ihr Leben verändert?

© Fotos: privat

 

Festakt einer Jugendweihe im März 1989 in Berlin-Lichtenberg
© (25.03.1989): Robert Roeske | Bundesarchiv | ADN-ZB

Fight for Peace in Kabul
Die Geschichte des Boxers Hamid Rahimi

Sendetermin: 05.03.2014, 10.05 Uhr, SWR2 Tandem - 25 Minuten
Wiederholung: 10.08.2016, 10.05 Uhr, SWR2

Autor: Thomas Gaevert
Redaktion: Ellinor Krogmann
Regie: Günter Maurer


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30. Oktober 2012: für eine Nacht ist die afghanische Hauptstadt Kabul im friedlichen Ausnahmezustand. Aus Deutschland zurückgekehrt, hat der 29jährige Boxer Hamid Rahimi den allerersten Profiweltmeister-Boxkampf in Afghanistan organisiert.

Die öffentliche Anteilnahme stellt alle Erwartungen in den Schatten. "Fight for Peace" nennt er seinen Kampf. Und tatsächlich - in diesen Stunden fällt in Kabul kein einziger Schuss, nur weil die Menschen das Ereignis mitverfolgen wollen.

Vor zwanzig Jahren flüchtete Hamid Rahimi mit seinen Eltern vor dem Krieg nach Hamburg. Als Flüchtlingskind musste er dort bittere Erfahrungen machen. Nun ist er als Held an den Hindukusch zurückgekehrt und gilt dort nicht nur als sportliches Vorbild, sondern für viele Jugendliche auch als Friedensidol.

Foto: Hamid Rahimi / ©: wikipedia.org (eigenes Bild)
Internetseite des Boxers Hamid Rahimi

Einmal zum Mars und nicht mehr zurück
Ein Mann und sein Traum

Sendetermin: 22.01.2014, 10.05 Uhr, SWR2 Tandem - 25 Minuten

Autor: Thomas Gaevert
Redaktion: Ellinor Krogmann
Regie: Andrea Leclerque

Foto rechts: Bas Lansdorp, M.Sc., Co-Founder & Chief Executive Officer (Netherlands)
Quelle (04/2013): wikipedia.org / Autor: Joe Arrigo

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„Das Ziel der Mission 'Mars One' ist es, im Jahr 2023 eine menschliche Siedlung auf dem Planeten Mars zu etablieren. Dieses  Projekt bietet die Möglichkeit, die Leistung einer geeinten Menschheit zu feiern.“

So lautet der Werbetext des niederländischen Unternehmers Bas Lansdorp, der in zehn Jahren vier Menschen auf dem Mars landen lassen will. Sie sollen eine Kolonie auf dem Planeten gründen, die jedes Jahr Zuwachs von vier weiteren Raumfahrern bekommt. Eine Rückkehr zur Erde wird es nicht geben. Finanziert werden soll das Projekt durch den Verkauf von Fernsehrechten: Das ganze Abenteuer soll live im Fernsehen übertragen werden. Gegen eine Gebühr von 38 Dollar kann man sich seit April 2013 mit einem Kurzvideo auf der Internetseite von Mars One bewerben. Obwohl es keine Rückkehr zur Erde geben soll, haben sich bereits tausende von Interessierten aus aller Welt gemeldet.

Einer von ihnen ist der 44jährige Stephan Günther aus Deutschland. Mit seiner Bewerbung hofft er, Teil des Projektes zu werden. Doch ist ein solches Unterfangen, sollte es in einigen Jahren tatsächlich realisierbar sein, überhaupt ethisch vertretbar? Was treibt Stephan Günther an, sein Leben auf der Erde möglicherweise für ein Weltraumabenteuer ohne Wiederkehr einzutauschen? Und was sagt Ehefrau Beate zu seiner Bewerbung?

Geplante "Mars One"-Siedlung auf dem Mars.
© (2013): www.mars-one.com

Stephan Günther gehört nach der Entscheidung von 'MarsOne' Mitte Februar 2015 nicht zum Kreis der 100 "Final-Teilnehmer".
Seine Reaktion: "Ich war enttäuscht, frustriert, wütend."
Quelle: wz-online vom 03.04.2015