Wer ist das Volk ?
Über Fremdenfeindlichkeit im Osten

Das ARD radiofeature - 55 Minuten

Autor: Thomas Gaevert
Erzählerin: Nele Rosetz
Sprecherin: Nadine Kettler, Hilde Kirchner, Katharina Giesbertz
Sprecher: Hendrik Pape, Johannes Wördemann
Ton und Technik: Dietmar Rötzel, Sonja Röder
Regie: Ulrich Lampen
Redaktion: Wolfram Wessels

Sendetermine

SWR 2:
Mittwoch, 23.09.2015, 22.05 Uhr

Saarländischer Rundfunk (SR 2):
Samstag, 26.09.2015, 17.04 bis 18.00 Uhr

Antenne Saar:
Samstag, 26.09.2015, 17.04 bis 18.00 Uhr

WDR 5:
Samstag, 26.09.2015, 11.05 bis 12.00 Uhr
Montag, 28.09.2015, 20.05 bis 21.00 Uhr

Bayern 2:
Samstag, 26.09.2015, 13.05 bis 14.00 Uhr
Sonntag, 27.09.2015, 21.05 bis 22.00 Uhr

HR 2:
Sonntag, 27.09.2015, 18.05 bis 19.00 Uhr

NDR Info:
Sonntag, 27.09.2015, 11.00 bis 11.55 Uhr

Radio Bremen (Nordwestradio):
Sonntag, 27.09.2015, 16.05 bis 17.00 Uhr

Wiederholungen:

Deutschlandradio Kultur:
Mittwoch, 17.02.2016, 00.05 bis 01.00 Uhr
Montag, 06.02.2017, 00.05 bis 01.00 Uhr

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Auch in der DDR gab es dauerhaft lebende Ausländer. Vertragsarbeiter wurden sie genannt und sie kamen aus Vietnam, Mosambik, Angola und anderen Bruderländern. Doch von sozialistischer Solidarität war nicht viel zu spüren, von der eigenen Bevölkerung wurden die Migranten sorgsam abgeschottet. Kam es dennoch zu Begegnungen, gab es Vorbehalte, Diskriminierungen und Konflikte. Liegen hier die Ursachen für eine besondere Form von Fremdenfeindlichkeit, die sich durch enttäuschte Hoffnungen nach der Wende noch verstärkt hat? Welche Rolle spielt sie in der Pegida-Bewegung? Auch wenn die Demonstrationen wieder kleiner werden – die Probleme bleiben.

Foto links: Pegida-Demo Dresden 25.01.2015
Copyright: Kalispera Dell / wikipedia

Josef Wirmer war ein deutscher Jurist und Widerstandskämpfer gegen das Naziregime. Er beteiligte sich am gescheiterten Stauffenberg-Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 und wurde dafür am 8. September 1944 in Berlin Plötzensee hingerichtet. Von Josef Wirmer stammt der aus den Reihen des Widerstands einzige selbständige Entwurf für eine neue Nationalflagge, die ein schwarzes, golden eingefasstes Kreuz mit leicht zum Mast verschobenem Querbalken auf rotem Grund vorsah. Wirmers Entwurf einer Flagge wird heute als Widerstandssymbol von Pegida genutzt. Anton Wirmer, einer der Söhne von Josef Wirmer, äußerte sich in einem Interview entsetzt darüber und sieht darin eine Verdrehung all der Ideen, die in dieser Flagge stecken.

Foto/Copyright: Thomas Gaevert

Geboren 1914
Einsichten einer Hundertjährigen

Sendetermin: 04.12.2014, 10.05 Uhr, SWR2 Tandem - 25 Minuten

Autor: Thomas Gaevert
Redaktion: Ellinor Krogmann
Regie: Tobias Krebs

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Anneliese Bunke ist genau 100 Jahre alt. Ihr ganzes Leben verbrachte sie in einer kleinen Stadt im Harz. Aus dieser Perspektive heraus erlebte sie alle großen Ereignisse mit, die seit dem Ersten Weltkrieg bis heute die Welt bewegten. Doch die großen Zusammenhänge standen für sie nie im Vordergrund. Wichtig war der Alltag und wie er zu bewältigen war. Die Heimat verlassen, das wollte sie nie, selbst wenn es noch so schwierig wurde. Um glücklich zu sein, brauchte sie keinen anderen Ort. Eine Sesshaftigkeit, die sie bei ihren Enkeln und Urenkeln vermisst.

Anneliese Bunke geb. Heydecke (jeweils rechts) und ihre Schwester Hanni (links). Das linke Bild entstand um 1920, das rechte ca. 90 Jahre später im Jahr 2010.

© Fotos: privat - mit freundlicher Genehmigung von Frau Anneliese Bunke

Spitzelnde Freunde
Deutschland und der amerikanische Geheimdienst NSA

Sendetermin: 19.11.2014, 22.03 Uhr, SWR2 Feature - 55 Minuten

Autor: Thomas Gaevert, Söhnke Streckel
Redaktion: Wolfram Wessels
Sprecher: Bernd Gnann, Klaus Hemmerle, Janek Petri, Sebastian Schwab
Technik: Daniel Sänger, Sonja Röder
Regie: Iris Drögekamp

Interviewpartner:
Klaus Eichner, ehemaliger Mitarbeiter des MfS / Aufklärung / HVA der DDR
Prof Dr. Joachim Wolf, Ruhruniversität Bochum
William E. (Bill) Binney, ehemaliger technischer NSA-Direktor
Thomas Drake, ehemals externer NSA-Zuarbeiter
Daniel Bangert, Fachinformatik-Student
Daniel Domscheit-Berg, Informatiker, Mitbegründer und bis 2010 Sprecher der Enthüllungsplattform Wikileaks

Weitere O-Töne:
Erich Mielke, bis zum 07.11.1989 Minister für Staatssicherheit der DDR
Keith Alexander, ehemaliger NSA-Direktor
George Blake, ehemaliger britischer Doppelagent
Bryce Jones, 2012 leitender Projektingenieur des Kommando- und Führungszentrums der US-Army in Wiesbaden
Karl Koch, 1989 Initiator einer deutschen Hackergruppe
Bernon F. Mitchell, 1960 in die Sowjetunion übergelaufener NSA-Kryptologe
Gerhard Schröder, Bundeskanzler, am Abend des 11.09.2011 anläßlich des Anschlags auf das WTC New York

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Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist die amerikanische National Security Agency, kurz NSA genannt, in aller Munde. Obwohl Deutschland seit 1994 souverän ist, blieben die US-Streitkräfte und ihre Geheimdienste hier weiterhin stationiert. Sie können vom exterritorialen Boden ihrer Kasernen aus handeln, ohne dass die Bundesregierung einen nennenswerten Einfluss darauf hat.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erklärte sich Deutschland mit den USA solidarisch, deren »Krieg gegen den Terror« uneingeschränkt zu unterstützen. Entsprechende Geheimverträge folgten. Seitdem führt die NSA unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung einen nachrichtendienstlichen Krieg auch von deutschem Boden aus. Die Aktivitäten des Geheimdienstes haben eine lange Tradition,
die er nicht aufzugeben gedenkt.

NSA-Logo: wikipedia (gemeinfrei)

Von alten Parolen zu neuen Freiheiten
Die letzten Teenager der DDR

Sendetermin: 01.10.2014, 10.03 Uhr, SWR2 Tandem - 25 Minuten

Autor: Thomas Gaevert
Redaktion: Ellinor Krogmann
Regie: Günter Maurer

Bild rechts: Bucheinband "Vom Sinn unseres Lebens" (Verlag Neues Leben, Berlin, 1983-1989)

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1989 gab es für die Heranwachsenden im Osten Deutschlands noch FDJ-Nachmittage und die berühmte Jugendweihe, aber kaum jemand glaubte weiter an die alten Parolen.

Melanie und Jan, beide aufgewachsen in einem kleinen Ort nahe der innerdeutschen Grenze, gehören zur letzten Teenager-Generation der DDR. Was für sie eigentlich vorgezeichnet zu sein schien, galt mit dem Fall der Mauer nicht mehr. Wie haben sie damals die neue Freiheit empfunden? Wie hat sich seitdem ihr Leben verändert?

© Fotos: privat

 

Festakt einer Jugendweihe im März 1989 in Berlin-Lichtenberg
© (25.03.1989): Robert Roeske | Bundesarchiv | ADN-ZB