Die Geschichte von Laila und Slow Joe

Mit der "Schatzkiste" auf Glückssuche

Produktion SWR2 - Sendung: 28.01.2009, 19.20 Uhr, SWR2 - Dschungel - 25 Minuten
Wiederholung: 02.09.2010, 19.20 Uhr, SWR2

Ein Hörfunk-Feature von Thomas Gaevert
Redaktion Ellinor Krogmann
Mit: Jörn Sommer, Bernd Zemella u.a.
Sprecherin: Marina Tamaschi
Ton und Technik: Burkhard Pitzer-Landeck, Renate Tiffert
Regie: Günter Maurer

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Besonders für Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen ist es oftmals sehr schwer, einen Partner zum Zusammenleben zu finden. Oftmals wissen sie nicht, wie sie mit anderen Menschen in Kontakt kommen sollen. Kontaktanzeigen in der Zeitung sind häufig nur mit Frustrationen verbunden. Auch der Weg über Heiratsagenturen bringt kaum den gewünschten Erfolg. Sie ziehen den Betroffenen meistens nur das Geld aus der Tasche und am Ende steht die schmerzliche Erfahrung, dass man sich als behinderter Mensch allein gelassen fühlt.

Die "Schatzkiste" ist eine spezielle Partnervermittlung für Menschen, die mit geistigen Behinderungen leben. Die Kartei beschränkt sich ausschließlich auf diesen Personenkreis. Und sie ist kostenlos! 1999 gründete der Diplompsychologe Bernd Zemella die "Schatzkiste". 480 Menschen hat er in seiner Kartei und 50 erfolgreiche Vermittlungen gab es seitdem. Hier fanden sich auch Laila und Jörn. Die Sendung erzählt ihre Geschichte.

Bild rechts: "Slow" Joe alias Jörn Sommer (© Foto: Thomas Gaevert)

Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit

Kinderheime in der DDR

Produktion SWR2 - Sendung: 08.01.2009, 22.05 Uhr, SWR2 - 55 Minuten

Ein Hörfunk-Feature von Thomas Gaevert
Redaktion: Wolfram Wessels
Mit: Ursula Burkowski, Kerstin Kuzia, Kathrin Begoin, Stefan Lauter, Manfred Haertel
Sprecher: Klaus Barner
Ton und Technik: Daniel Sänger, John Krol
Regie: Ulrich Lampen

Manuskript im pdf-Format: [hier]
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Am 3. November 1989 wurde in der DDR der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau aufgelöst. Die Maßnahme erfolgte innerhalb von nur einer Woche. Auslöser war eine geheime telefonische Anweisung aus Margot Honeckers Volksbildungsministerium. Ganz offensichtlich waren sich die dortigen Verantwortlichen sehr wohl darüber bewusst, welches Unrecht jahrelang in ihrem Auftrag geschehen war: In Torgau wurden "erzieherisch wirksam" jene Jugendlichen interniert, die die "sozialistische Lebensweise" störten. An die Stelle von Pädagogik trat in Torgau offene Gewalt.

Der Geschlossene Jugendwerkhof ist ein besonders finsteres Kapitel im Umgang der DDR mit ihren jungen Menschen: Wer nicht ins Bild passte, verschwand in den 32 Jugendwerkhöfen oder wurde in so genannten Spezialheimen verwahrt. Aber auch die Erziehung in den normalen Kinderheimen blieb nicht ohne Folgen. Wer keine Eltern hatte, wurde hier nach dem Vorbild des sowjetischen Pädagogen Makarenko zum sozialistischen Kollektivmenschen "geformt". Viele der betroffenen Kinder und Jugendlichen waren damit für's Leben gezeichnet, weil sie überhaupt nicht auf das Erwachsensein vorbereitet wurden. Wie also gehen ehemalige DDR-Heimkinder mit dem Erlebten und Erduldeten um?
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Bild oben: Das aufwendig renovierte Gebäude des Jugendwerkhofes Torgau
Foto: © EBS Torgau / Erinnerungs- und Begegnungsstätte im ehemaligen Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau
www.jugendwerkhof-torgau.de

 

Nichts passiert? - Halberstadt und seine Neonazis

Produktion SWR2 - Sendung: 05.03.2008, 19.20 Uhr, SWR2 - Dschungel - 30 Minuten
Wiederholung: 26.06.2008, 09.05 Uhr, SR2 Kulturradio

Ein Hörfunk-Feature von Thomas Gaevert
Redaktion: Ellinor Krogmann
Interviewpartner: Alexander Junghans, Irmela Mensah-Schramm, Mike Tangemann, Werner Hartmann, Inge Kallenberger u.a.
Sprecher: Anne Diemer, Lisas Wildmann
Ton und Technik: Beate Müller, Karl-Heinz Runde
Regie: Tobias Krebs

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Halberstadt in der Nacht vom 9. zum 10. Juni 2007: Eine Halberstädter Theatergruppe wird von vier rechtsradikalen Schlägern überfallen. Die Opfer sind schwer verletzt und müssen ins Krankenhaus gebracht werden. Es ist nicht das erste Mal, das die Stadt am Harz mit dem Thema Rechtsextremismus traurige  Schlagzeilen macht. Die Liste ähnlicher Vorfälle reicht bis in die 90er Jahre zurück. Die Namen der Täter sind bekannt. Doch echte Konsequenzen scheint es nicht zu geben. Lokale Politik und Justiz - so hat es zumindest den Eindruck - haben in den letzten Jahren vor den rechten Gewalttätern kapituliert. Die Wurzeln dieser Szene reichen bis in die DDR-Zeit zurück. Ein Alltag zwischen NVA-Kasernen und staatlich verordnetem Antifaschismus reizte damals viele Jugendliche zum Protest. Heute sind es Perspektivlosigkeit und sozialer Niedergang, die den ideologischen Nährboden für rechtes Gedankengut und verstärkte Gewaltbereitschaft bilden. Viele verlassen die Stadt. Eine lebenswerte Zukunft scheint hier ausgeschlossen zu sein. Alles hoffnungslos? Eine Spurensuche vor aktuellem Hintergrund.

Kundschafterin im Auftrag des Sozialismus

Die Geschichte der Gabriele Gast

Produktion SWR2 - Sendung: 03.10.2007, SWR2 - Dschungel - 25 Minuten
Wiederholung: 26.08.2009, 19.20 Uhr, SWR2

Ein Hörfunk-Feature von Thomas Gaevert
Redaktion: Ellinor Krogmann
Mit: Dr. Gabriele Gast
Sprecher: Andreas Szerda, Nicole Boguth, Herbert Schäfer, Martin Ruthenberg, Oliver Kraushaar, Helmut Woestmann, Markus Calvin, Gabriele Violet
Ton und Technik: Ute Hesse, Judith Rübenach
Regie: Eberhard Klasse

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Im Mai 1968 reist die junge Politikstudentin Gabriele Gast für einen Studienaufenthalt in die DDR. Sie weiß, dass ihre Reise nicht ohne Risiko sein wird: Als Besucherin aus dem Westen steht sie unter permanenter Überwachung. Während ihres Aufenthaltes in Karl-Marx-Stadt verliebt sie sich in einen jungen Mann, der sich als MfS-Mitarbeiter zu erkennen gibt. Schon bald lernt sie das Handwerk der Konspiration kennen. Als sie eine Stelle beim BND bekommt, steigt sie zu einer der wichtigsten Quellen des DDR-Geheimdienstes auf.

1990 wird Gabriele Gast enttarnt. Nach 15 Monaten Isolationshaft wird sie zu 6 Jahren und 9 Monaten Freiheitsentzug verurteilt. Das Gericht muss anerkennen, dass sie bis zum Schluss aus Überzeugung gehandelt hat. War es dieses Opfer wert? Eine ehemalige Spionin berichtet über ihre Motive, Selbstzweifel und die Folgen, die sich daraus für ihr Leben ergaben.