Sabines neue Welt

Eine 38jährige Autistin verlässt ihr Elternhaus

Produktion SWR2 - Sendung: 04.11.2009, 10.05 Uhr, SWR2 - Leben - 25 Minuten
Wiederholung: Mittwoch, 25.07.2012, 10.05 Uhr, SWR2

Eine Hörfunk-Reportage von Thomas Gaevert
Redaktion: Petra Mallwitz
Regie: Petra Meunier-Götz

Manuskript im .pdf-Format [hier]

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Siehe auch:
[Hier ab vier: Sabines neue Welt] (MDR) und
["Ich kriegte es nicht raus" - Bericht aus der Welt der Autisten]

 

Sabine ist 38 Jahre alt und autistisch behindert. Sie arbeitete zunächst als Reinigungskraft in einem Krankenhaus. Dort war sie den Anfeindungen ihrer Arbeitskolleginnen ausgesetzt und zog sich ins Elternhaus zurück: Von nun an erstarrte jeder Tag zum Ritual. Doch zwei Pädagoginnen erkannten Sabines Begabung. Sie halfen ihr, ein Buch über ihre ganz besondere Wahrnehmung der Welt zu schreiben.

Die Arbeit an dem Projekt ließ Sabine ins Leben zurückfinden. Sie zog in die Nachbarstadt. Besonders ihren Eltern fiel die Trennung schwer. Doch zusammen mit Freunden und Bekannten halfen sie Sabine dabei, die erste eigene Wohnung einzurichten. Doch was passiert, wenn man als Autist ganz plötzlich auf sich allein gestellt ist? Der Alltag in einer großen Stadt ist voller Veränderungen und komplexer Abläufe, die besonders für einen autistischen Menschen nicht immer zu durchschauen sind. Und jeden Tag kann man unvermutet neue Leute kennen lernen!

Seit anderthalb Jahren lebt Sabine in dieser für sie völlig neuen Welt. Die Sendung erzählt, welche Erfahrungen sie dabei machte.

© Foto: Sabine Gaevert

 

"Wie kannst du mit dieser Vergangenheit leben?"

RAF-Aussteiger in der DDR
Produktion SWR2 - Sendung: 21.10.2009, 22.05 Uhr, SWR2 Feature - 55 Minuten

Ein Hörfunk-Feature von Thomas Gaevert
Redaktion: Wolfram Wessels
Sprecher: Markus Lerch, Bernhard Baier, Reinhold Weiser, Antonia Mohr, Elisabeth Findeis, Berit Fromme, Michael Stiller, Frank Stöckle
Ton und Technik: Rolf Knapp, Anke Schlipf
Regie: Günter Maurer

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Im September 1986 strahlte das ZDF eine Dokumentation über die Baader-Meinhof-Gruppe aus. Auch jenseits der Mauer wurde die Sendung aufmerksam verfolgt und sorgte für heftige Diskussionen. So glaubten die Mitarbeiter einer Hochschule in Köthen, im Film ausgerechnet eine ihrer Arbeitskolleginnen wieder erkannt zu haben: Susanne Albrecht. Aber wie sollte die im Westen gesuchte Terroristin in die DDR gekommen sein? Kurze Zeit später verschwand die verdächtigte Kollegin. Sie sei aus familiären Gründen umgezogen, hieß es. Zurück blieben viele Fragen bei denen, die sie kannten.

Anfang der 80er-Jahre waren zehn RAF-Terroristen in die DDR eingereist. Unter ihnen befanden sich nicht nur Susanne Albrecht, sondern auch Inge Viett und Silke Maier-Witt. Mit Hilfe des Ministeriums für Staatssicherheit nahmen sie eine neue Identität an und begannen ein zweites Leben als DDR-Bürger. Als Gegenleistung wurden sie IMs, aus RAF-Terroristen wurden Stasi-Spitzel.
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Bild rechts: Nach der Wende wurden im Juni 1990 insgesamt zehn RAF-Aussteiger enttarnt und in Berlin, Magdeburg, Senftenberg, Frankfurt/Oder, Schwedt und Neubrandenburg verhaftet.

Foto: www.google.de /  © www.n-tv.de

Spürt hier jemand einen Killerinstinkt?

Paintball im Selbstversuch

Produktion SWR2 - Sendung: 16.09.2009, 19.20 Uhr, SWR2 - Dschungel - 25 Minuten

Eine Hörfunk-Reportage von Thomas Gaevert
Redaktion: Ellinor Krogmann
Mit: Daniel Maiberg, Ronsard S. Grell
Sprecher: Volker Risch
Ton und Technik: Roland Winger
Regie: Carola Preuss

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Paintball ist ein Spiel, bei dem zwei Mannschaften versuchen, in den Besitz der Fahne des jeweils anderen Teams zu gelangen und sie zum eigenen Fahnenpunkt zu bringen. Als Spielgerät dienen so genannte Markierer, mit deren Hilfe mit Lebensmittelfarbe gefüllte Gelatinekugeln verschossen werden können. Zerplatzt eine solche Farbkugel an der Kleidung eines Gegenspielers, gilt er als markiert und muss die laufende Spielrunde verlassen.

Entstanden ist Paintball vor mehr als 20 Jahren in Amerika. Allein in Deutschland gibt es mittlerweile 20.000 Spieler, die auf rund 200 Feldern und in Hallen aktiv sind. Dabei sind vom Arzt bis zum Bauarbeiter alle Berufsschichten vertreten. Die Befürworter des Spiels sagen: "Paintball ist ein Teamsport." Die Gegner argumentieren, dass hier auf Menschen geschossen wird und das Spiel Gewaltausbrüche fördern könnte. Das von der Politik nach dem Amoklauf eines Schülers in Winnenden geforderte Verbot ist vom Tisch. Doch was macht dieses Spiel denn nun wirklich aus? Weckt es tatsächlich den Killerinstinkt? Zwei Paintballneulinge wagen einen Selbstversuch.
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Bild rechts: Zwei Paintballspieler auf einem Waldspielfeld
Quelle: wikipedia.org / © H. Koch

 

Wege nach Oz

Produktion: SWR2 - Sendung: 21.06.2009, 15.05 Uhr, SWR2 - Feature am Sonntag - 55 Minuten

Ein Hörfunk-Feature von Thomas Gaevert
Redaktion: Dr. Walter Filz
Mit: Leonid Wladimirski, Sergej Suchinow, Änne Troester, Steffen Lehmann, Steffi Bütow
Sprecher: Doris Wolters, Gerhard Mohr, Klaus Barner, Matthias Brüggemann, Niclas Tutsch, Jule Kriesel
Regie: Günter Maurer

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Bild rechts: Titelseite der russischen Ausgabe des Buches "Der Zauberer der Smaragdenstadt" von Alexander Wolkow (Astrel-Verlag, 2007)

Es war einmal ein kleines Mädchen namens Dorothy. Das verirrte sich in einem Traumland und fand nicht mehr nach Hause zurück. Nur ein geheimnisvoller Zauberer kannte den Heimweg. Und so machte sich Dorothy zu ihm auf den Weg, zusammen mit einer Vogelscheuche, einem blechernen Holzfäller und einem feigen Löwen.

Bis heute ist "Der Zauberer von Oz" Amerikas bekanntestes Kinderbuch. 1939 wurde es mit Judy Garland erfolgreich verfilmt. Doch über das abenteuerliche Leben seines Autors ist nur wenig bekannt: Lyman Frank Baum versuchte sich als Hühnerzüchter, Theaterdirektor, Gemischtwarenhändler, Journalist, Filmproduzent und Entertainer. Sein Märchen machte ihn schließlich berühmt. Eine typisch amerikanische Erfolgsgeschichte? Nicht nur.

In der Sowjetunion wurde die Bearbeitung dieses Märchens durch den Kinderbuchautor Alexander Wolkow ein Bestseller. Bei vielen Lesern im Osten gilt sein Buch "Der Zauberer der Smaragdenstadt" mit den prächtigen Illustrationen von Leonid Wladimirski noch heute als das  "wahre Original".
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Bild (von links nach rechts):
Lyman Frank Baum, geb. 15.05.1856 in Chittenango (New York), gest. 06.05.1919 in Los Angeles
Quelle: wikipedia.org / Foto vor 1919
Leonid Wiktorowitsch Wladimirski, geb. 21.09.1920 in Moskau, Grafiker und Illustrator, u.a. der "Smaragdenstadt"-Bücher von Alexander Wolkow
Quelle: Kopie aus russischem Werbematerial zu Gregor Wladimirski
Alexander Melentjewitsch Wolkow, geb. 14.07.1891 in Ust-Kamenogorsk (Sibirien), gest. 03.07.1977 in Moskau
Foto: www.google.de / © www.smaragdenstadt.de