Herrlich unsterblich

Von alten und neuen Vampir-Geschichten


Produktion SWR2 - Sendung: 10.01.2011, 19.20 Uhr, SWR2 - Dschungel - 30 Minuten
Ein Hörfunk-Feature von Thomas Gaevert
Redaktion: Ellinor Krogmann - Regie: Maidon Bader
Mit: Stefan Eickhoff
Sprecher: Walter Renneisen, Reinhold Weiser

Bild rechts: Filmplakat des Films "Nosferatu" der Produktionsgesellschaft Prana-Film GmbH
Datum: 1922 (Uraufführung des Filmes / Insolvenz der Gesellschaft)
Quelle: wikipedia.org / Urheber- bzw. Nutzungsrechtinhaber: unbekannt

 

Edward Cullen ist ein echter Vampir und verzichtet auf Menschenblut. Und er beschützt ein unscheinbares Mädchen namens Bella Swan, in das er verliebt ist. Gab es so etwas jemals zuvor? Edward Cullen ist der neue Prototyp der Vampire: perfekt aussehend, ausgestattet mit dem ewigen Leben und immer auf der Seite der Guten stehend. Erfunden wurde er von der amerikanischen Schriftstellerin Stephenie Meyer. Ihr Buch "Biß zum Morgengrauen" wurde ein Bestseller und zog mehrere Fortsetzungen und Kinofilme nach sich. Wer denkt da noch an die blutrünstigen Vampire alter Schule? Zum Beispiel an den spindeldürren Vampir in Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilmklassiker "Nosferatu"? Nach dessen Premiere war das Kinopublikum geschockt und fasziniert zugleich. Fragen und Gerüchte machten die Runde: Wer ist sein Darsteller? Max Schreck? Was für ein Name! Ist er wirklich nur ein Schauspieler? Eine Spurensuche nach dem ersten berühmten Vampir der Filmgeschichte.
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Bild oben: Der Marmorsaal im Zoologischen Garten Berlin - hier abgebildet auf einer Postkarte um 1900 - war am 4. März 1922 Uraufführungsort des Filmes "Nosferatu". Der Kinostart erfolgte am 15. März 1922 im Primus-Palast.
Quelle: Verlag des Actien-Vereins des zoologischen Gartens zu Berlin / wikipedia.org

"Wird mir die Kleine wieder weggenommen?"

Geistig behinderte Eltern und ihre Kinder

Produktion SWR2 - Sendung: 04.01.2011, 10.05 Uhr, SWR2 - Leben - 25 Minuten
Wiederholung: 30.08.2013, 10.05 Uhr, SWR2 - Leben
Eine Hörfunk-Reportage von Thomas Gaevert
Redaktion: Petra Mallwitz
Regie: Andrea Leclerque

Sendung anhören: [hier]
Manuskript im .pdf-Format: [hier]

 

Geistig behinderte Menschen können nicht allein für sich selber sorgen. In vielen Lebensbereichen sind sie auf Hilfe von außen angewiesen. Doch was ist, wenn sie Eltern werden wollen? Inwieweit sind geistig behinderte Eltern in der Lage, für das Wohl ihrer Kinder zu sorgen und wo brauchen sie Hilfe? Und wie gehen Angehörige, Betreuer und schließlich auch unsere Gesellschaft mit diesem Thema um? Die Reportage berichtet aus dem Alltag von drei betroffenen Elternpaaren.

Bild links: Stefanie und Helmut aus Staßfurt mit ihrem Sohn Tim
(© Foto: Thomas Gaevert)


[ Anna-Zillken-Berufskolleg ]

"Eher regnet es Tinte..."

Der Mordfall Hagedorn und ein verbotener Film
Produktion: SWR2 - Sendung: 03.11.2010, 22:05 Uhr, SWR2 Feature - 55 Minuten

Ein Hörfunk-Feature von Thomas Gaevert
Redaktion: Wolfram Wessels
Interviewpartner: Heinz Seibert, Tilmann Dähn, Friedhelm Werremeier, Heinz Behrens
Sprecher: Frank Arnold, Andreas Klaue, Anne Cathrin Buhtz, Achim Hall, Folkert Dücker, Markus Lerch, Andrea Hörnke-Trieß, Michael Heinsohn, Sebastian Kowski, Philipp Heitmann, David-Noel Grünewald, Michael Speer
Ton und Technik: Beate Böhler, Anke Schlipf
Regie: Günter Maurer

Manuskript im .pdf-Format: [hier]

Sendung anhören: [hier]

Siehe auch: [Polizeiruf 110: "Im Alter von ..."] und: [40 Jahre Polizeiruf - Eine Erfolgsstory]

 

Im September 1974 begann das DDR-Fernsehen mit der Produktion zu einer neuen Folge von "Polizeiruf 110", dem sozialistischen Gegenstück zum westdeutschen "Tatort". Es ging um Kindermord und einen homosexuellen Täter mit pädophilen Neigungen. Die Geschichte basierte auf dem Fall des Kochlehrlings Erwin Hagedorn, der einige Jahre zuvor auf grausame Weise drei Jungen aus Eberswalde umgebracht hatte und dafür zum Tode verurteilt und hingerichtet worden war. Es war das letzte in der DDR nach zivilem Strafrecht vollstreckte Todesurteil.

Die Dreharbeiten waren fast fertig, als die Produktion plötzlich abgebrochen werden musste. Der Grund: Ein bekannter Journalist und "Tatort"-Autor hatte den Fall Hagedorn recherchiert und damit im Westen große Empörung ausgelöst. Die SED-Funktionäre leugneten die Geschichte und versuchten, sämtliche Spuren zu vernichten. Obwohl die verfremdete Filmstory keine Rückschlüsse auf die realen Geschehnisse zuließ, wurde auch sie kassiert. Erst 1990 erfuhr Regisseur Heinz Seibert die Hintergründe für das plötzliche Verbot und stieß auf die Spuren seines angeblich vernichteten Films.

Foto: © DRA Potsdam-Babelsberg / Titel-Montage: Gerhard Gehle

Otze - Vom Leben und Sterben eines deutschen Punkidols

Produktion SWR2 - Sendung: 24.04.2010, 19.20 Uhr SWR2 - Dschungel - 30 Minuten
Wiederholungen:
27.08.2012, 19.20 Uhr, SWR2
28.08.2012, 10.05 Uhr, SWR2

Ein Hörfunk-Feature von Thomas Gaevert
Redaktion: Ellinor Krogmann
Mit: Anne Hahn, Bastian Biedermann
Sprecher: Robert Bester, Katharina Kottmeier, Max Ruhbaum, Falk Schuster, Konrad Singer, Berth Wesselmann
Ton und Technik: Angela Raymond, Roland Winger
Regie: Maidon Bader

Sendung anhören: [hier]

Manuskript im .pdf-Format: [hier]

Am 23.04.2005 verstarb Punkrocklegende Dieter "Otze" Ehrlich im Alter von 41 Jahren. Mit seiner legendären Band Schleim Keim wurde er Anfang der achtziger Jahre zum Idol für viele ostdeutsche Jugendliche. Seine Lieder trafen den Nerv derjenigen, denen die Bevormundung des Staates schon lange zuwider war.

1981 traten Otze und seine Musiker zum ersten Mal unter dem Dach der Kirche in Erfurt auf. Unter dem Pseudonym "Saukerle" veröffentlichten sie wenig später ihre ersten Songs auf der im Westen erschienenen Schallplatte "DDR von unten". Doch der später als Stasi-Spitzel enttarnte Untergrundkünstler Sascha Anderson verriet die Musiker und Otze geriet bis zur Wende ins Visier der DDR-Überwachungsorgane. Doch er blieb ein Unangepasster.

In den Neunziger Jahren geriet Otze zunehmend in eine persönliche Krise. 1998 tötete er im Affekt seinen Vater und verbrachte die letzten Lebensjahre in einer psychiatrischen Anstalt. Über die wahren Umstände seines Todes ranken sich bis heute viele Gerüchte.
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Bild links: Dieter "Otze" Ehrlich starb am 23. April 2005 in einer forensischen Einrichtung. Amtliche Todesursache: Herzversagen.
Ausschnitt aus der Titelseite des Buches "Satan, kannst Du mir noch mal verzeihen?" von Anne Hahn und Frank Willmann / Ventil-Verlag