Die Erde dreht sich links herum!
Science-Fiction in der DDR

Produktion SWR2 - Sendung: 24.10.2002, 14.05 Uhr, SWR2 - Dschungel - 30 Minuten

Ein Hörfunk-Feature von Thomas Gaevert
Redaktion: Wolfram Wessels - Musik: Gerold Wagner - Regie: Hans-Peter Bögel
Mit: Dr. Karsten Kruschel, Ekkehard Redlin, Rolf Krohn
Sprecher: Bodo Primus
Ton und Technik: Judith Rübenach, Andrea Mammitzsch
Sprecher: Patrick Blank, Andreas Serda, Udo Primus, Heinrich Giskes, Mélanie Fouché

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Siehe auch: [Science-Fiction in der DDR]

Proletarische Helden im Weltall, interplanetarer Klassenkampf in fernen Sonnensystemen, naive Zukunftsbilder von perfekt entwickelten kommunistischen Gesellschaftsordnungen - auch die DDR hatte ihre Utopien und ihre Science-Fiction-Literatur. Aus ideologischen Gründen nannte man sie allerdings "wissenschaftliche Phantastik". Die DDR-Verlage reagierten empfindlich auf Versuche, alternative Gesellschaftsformen zum real existierenden Sozialismus zu schildern. Trotzdem gelang es einigen Autoren vor allem in den 70er und 80er Jahren die engen Grenzen der Zensur zu umgehen. In dieser Zeit entstanden Gerd Prokops Erzählungen um den zwergwüchsigen Detektiv Timothy Truckle oder Angela und Karlheinz Steinmüllers Weltraumutopie "Andymon". Die Bücher boten nicht nur spannende Unterhaltung, sondern luden gleichzeitig ein, sich mit der Gegenwart auseinander zu setzen - in der irrealen Welt der Science-Fiction.