Sendeschluss oder Neustart?
Vom Ende der DDR und der Neuordnung des Rundfunks

SWR2 Feature - ca. 55 Minuten
Sendetermin: Mittwoch, 11. November 2020, 22:03 Uhr, SWR2

Autor: Thomas Gaevert
Sprecher/in: Marit Beyer, Matthias Leja
Ton und Technik: Karl-Heinz-Runde, Tanja Hiesch
Regie: Felicitas Ott
Redaktion: Wolfram Wessels

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Mit der DDR sollte auch ihr Rundfunksystem abgewickelt werden. Versuche es selbst zu reformieren, gelangen nicht. Und so wurde ausgerechnet ein konservativer Bayer mit dem Neustart des Rundfunks in den neuen Bundesländern beauftragt. Dort galt er rasch als einer, der beliebte Sender und Programme rücksichtslos abschaltete – zugunsten der alten BRD-Sender.

Doch traf das wirklich zu? Ein spannungsgeladenes Kapitel deutscher Rundfunkgeschichte begann, bei dem die verschiedensten politischen Interessen aufeinandertrafen.

Foto:
Der Rundfunkbeauftragte Rudolf Mühlfenzl am 30. Dezember 1991. Zwei Tage später wurde der Deutsche Fernsehfunk (DFF) abgeschaltet / Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung / © picture-alliance

Die DDR nie erlebt, aber immer im Kopf

SWR2 Feature - 25 Minuten
Sendetermin: Montag, 9. November 2020, 15:05 Uhr, SWR2 Leben

Autor: Thomas Gaevert
Regie: Andrea_Leclerque
Redaktion: Ellinor Krogmann

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Heike, Karolin, Sarah und Vincent wuchsen in einem vereinten Deutschland auf. Doch die DDR scheint auch für sie noch immer präsent zu sein, nicht nur aus den Erzählungen ihrer Eltern.

Aber ist eine ostdeutsche Perspektive im 30. Jahr nach der Wiedervereinigung überhaupt noch zeitgemäß oder wünschenswert? Wie gehen junge Erwachsene, die in den Neunzigerjahren im Osten aufgewachsen sind, heute mit ihrer Herkunft um?

Fotos: @ (2020): Thomas Gaevert / Vincent Grätsch

Einsamer Tod
Auf Spurensuche nach einem verlorenen Freund

Sendetermin: Mittwoch, 24. Juni.2020, 15:05 Uhr, 25 Minuten - SWR2 Leben

Redaktion: Ellinor Krogmann
Autor: Thomas Gaevert
Regie: Günter Maurer

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Ronsard G. starb im Februar 2018 im Alter von 49 Jahren. Als Journalist arbeitete er für mehrere Lokalzeitungen, war bei den Leuten vor Ort beliebt. Dennoch war es ein einsamer Tod. Am Grab standen nur wenige. Sein ganzes Leben gab Ronsard kaum etwas über sich selbst preis. Selbst Freunde und Familie litten darunter. Wie sehen sie ihn heute? Was bewirkte sein Tod bei denjenigen, die ihm wirklich nahestanden? Eine ganz persönliche Spurensuche.

Zeichnung: Ronsard G.
@ (2020): Katrin Rieche

Kalter Krieg im Radio
Propagandaschlachten im Nachkriegsdeutschland

Sendetermin: Mittwoch, 30. Oktober 2019, 22.03 Uhr, SWR2 Feature - 56:07 Minuten

Autor: Thomas Gaevert
Redaktion: Wolfram Wessels
Sprecher/innen: Isabella Bartdorff, Oliver Jacobs, Sebastian Mirow, Reinhold Weiser
Ton und Technik: Daniel Senger, Judith Rübenach
Regie: Iris Drögekamp

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Kaum war der 2. Weltkrieg zuende, konnte man in Deutschland schon wieder Radio hören. Auf Geheiß der sowjetischen Militärregierung ging am 13. Mai 1945 der Berliner Rundfunk in der geteilten Stadt an den Start. Seine Kennung: „Hier spricht Berlin.“ Ein Jahr später folgte die amerikanische Besatzungsmacht mit dem „Rundfunk im amerikanischen Sektor“ (RIAS). Dessen Kennung: „Eine freie Stimme der freien Welt“.


Foto: Berlin West, 3. Juni 1952:
Vor dem Haus des Rundfunks in der Masurenallee: Die Engländer haben Stacheldraht um's Haus gezogen und kontrollieren die Eingänge. Jede/r vom DDR-Rundfunk darf raus, keine/r mehr rein...

Am Anfang galt die Regel, dass sich die alliierten Mächte im Radio nicht gegenseitig kritisieren sollten. Doch die Konflikte ließen nicht lange auf sich warten und der Kalte Krieg zwischen Ost und West wurde auch im Radio ausgetragen - mit viel ideologischer Propaganda und immer neuen Sendeformaten auf beiden Seiten. Erst der Mauerfall beendete dieses besondere Kapitel deutsch-deutscher Rundfunkgeschichte.