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Das Generationenprojekt
Der Uranabbau in Ostdeutschland und seine Folgen

Sendetermin: Mittwoch, 27. Februar 2019, 22.03 Uhr, SWR2 Feature - 55 Minuten

Autor: Thomas Gaevert
Redaktion: Wolfram Wessels
Sprecher: Philipp Schepmann
Ton und Technik: Daniel Senger, Andreas Greß
Regie: Iris Drögekamp

Sendung anhören: [hier]
Manuskript im .pdf-Format: [hier]

Die „Wismut AG“ war ein von der sowjetischen Besatzungsmacht geführtes Bergbauunternehmen, das seit 1946 Uran im Erzgebirge förderte. Die Sowjetunion brauchte das Uran zum Bau ihrer Atomwaffen. Dessen Förderung war mit großen Umweltschäden verbunden. Wer hier arbeitete, atmete mit dem Staub zugleich radioaktives Radongas ein. Doch nicht nur die Bergleute waren betroffen, denn der Wind wirbelte die Schadstoffe von den Abraumhalden und Absetzanlagen in die Wohnorte. Hinzu kamen hunderte von Wetterschächten, welche die radonhaltige Luft an die Oberfläche leiteten. Zudem wurde kontaminiertes Grubenwasser aus den Stollen in die Flüsse gepumpt.

 

Foto rechts: Zentralhalde Oberschlema (1950)
© Privatsammlung Klaus Moldenhauer, Nordhausen

1990 endete der Uranabbau im Erzgebirge. Es begann Deutschlands größtes Projekt in Sachen Umweltsanierung. Doch die radioaktive Vergangenheit lässt sich nicht einfach zuschütten. Sie rumort in der Tiefe und drängt immer wieder nach oben. Wie geht man heute damit um? Kann es unter diesen besonderen Umständen überhaupt eine erfolgreiche Sanierung geben und wie sieht sie konkret aus? Welche Methoden mussten dafür entwickelt werden? Die Hörfunkdokumentation berichtet über ein weltweit einmaliges Umweltprojekt.

Foto links: Dr. Jan Laubrich, Projektleiter Hydroanlagen der Wismut GmbH, Standort Ronneburg
© 2018: Thomas Gaevert