Die Supergeheimen
Der Militärische Nachrichtendienst der DDR

Sendetermin: Mittwoch, 10. Januar 2018, 22.03 Uhr, SWR2 Feature - 55 Minuten

Autor: Thomas Gaevert
Sprecher: Dietmar Wunder, Sebastian Mirow, Eva Derleder
Ton und Technik: Norbert Vossen, Johanna Fegert, Andrea Greß
Regie: Ulrich Lampen
Redaktion: Wolfram Wessels

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Er war eines der bestgehütetsten Geheimnisse im Kalten Krieg - der Militärische Nachrichtendienst der DDR. Sein Auftrag lautete, alle Potenzen der Bundeswehr und der NATO, ihre Strukturen, Führungskonzeptionen und militärischen Pläne auszuforschen.

Dafür verfügte dieser Dienst über ein Netz von über 200 Spionen im Westen und stand damit zugleich auch in Konkurrenz zum gewichtigeren Ministerium für Staatssicherheit (MfS) und seiner von Markus Wolf geleiteten Hauptverwaltung Aufklärung (HVA). Doch während die HVA-Zentrale bei ihren Gegnern im Westen bekannt war, hatte man dort kaum Hinweise auf die Existenz des Militärischen Nachrichtendienstes der DDR.

Ein Hörfunkfeature über ein weitgehend unbekanntes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte.

Eine unbequeme Archivarin
Sabine Lange und die Stasi-Spitzel im Literaturzentrum Neubrandenburg


Sendetermin: Montag, 30. Oktober 2017, 10.05 und 19.20 Uhr, SWR2 Tandem - 25 Minuten

Autor: Thomas Gaevert
Sprecher: Nikolaj Alexander Brucker, Nadine Kettler, Berth Wesselmann, Isabella Barthoff, Robert Bester, Stefan Roschy
Ton und Technik: Norbert Vossen, Johanna Fegert
Musik: "Dornenblüt" / Trio Schlüsselbund / LC 00642100 / Label: DMG
Regie: Andrea Leclerque
Redaktion: Ellinor Krogmann

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Sabine Lange, Mitarbeiterin im Hans-Fallada-Archiv in Neubrandenburg, findet bei Umzugsarbeiten Ende der 1990er Jahre Akten aus der DDR-Zeit. Sie enthüllen, wie die Stasi den Fallada-Nachlass benutzte, um Forscher und Autoren systematisch zu bespitzeln.

Unter ihnen war auch ein Doktorand aus den USA. Mehr als zehn Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit überwachten jeden seiner Schritte in der DDR. Bis heute spürt Sabine Lange die Folgen ihres Versuchs, den Skandal öffentlich zu machen.


Foto: Sabine Lange
© (2017) www.sabinelange.com

 

 

 

Mit dem eigenen Flugapparat in die Freiheit
Vierzig Jahre nach einem gescheiterten Fluchtversuch aus der DDR

Sendetermin: Montag, 15. Mai 2017, 10.05 und 19.20 Uhr, SWR2 Tandem - 25 Minuten

Autor: Thomas Gaevert
Sprecher: Sebastian Schäfer, Sebastian Röhrle, Uwe-Peter Spinner
Regie: Felicitas Ott
Redaktion: Ellinor Krogmann

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Rudolf Pastor, aufgewachsen in der DDR, hatte nur einen Traum: frei zu sein! Ein erster Fluchtversuch in Richtung Westen scheiterte. Die Folge: Zwei Jahre Zwangsarbeit in Zittau. Im Sommer 1976 versuchte er es erneut mit Hilfe eines selbstgebauten Flugapparates. Doch das Unternehmen wurde verraten.


 Rudolf Pastor                                     Der selbstgebaute Flugapparat
 Fotos: © 2017 Thomas Gaevert           © 1976 Rudolf Pastor

Vierzig Jahre später begibt sich Rudolf Pastor noch einmal auf Spurensuche: Wie kam es zu dem Verrat? Was geschah mit dem Flugapparat, nachdem er von der Stasi beschlagnahmt wurde? Und hätte sein Plan wirklich funktionieren können?

Auf großer Bühne
Wie Slow Joe aus Buxtehude nach Südkorea kam

Sendetermin: Montag, 13. März 2017, 10.05 und 19.20 Uhr, SWR2 Tandem - 25 Minuten

Autor: Thomas Gaevert
Sprecher: Marcus Michalski
Ton und Technik: Claudia Peyke und Martin Vögele
Regie: Felicitas Ott
Redaktion: Ellinor Krogmann

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Jörn Sommer war zwei Jahre alt, als er von einem Auto angefahren wurde. Seitdem gilt er als geistig leicht behindert, er hat Sprach- und Gehstörungen.

In seiner Freizeit macht Jörn Musik. Er hat Schlagzeug und Klavier gelernt. Er hatte Gesangsunterricht und schreibt eigene Lieder. Im Sommer 2015 stand er bei einem Musikfestival in Südkorea mit anderen geistig und körperlich behinderten Musikern aus der ganzen Welt erstmals auf großer Bühne. Er riss das Publikum mit. Aber in Deutschland wurde sein Auftritt kaum wahrgenommen. War alles nur ein Traum?


Jörn sang bei seinem Auftritt in PyeongChang das Lied, das wie er selbst "Sommer“ heißt
Foto: Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea

Siehe dazu auch:
"Die Geschichte von Laila und Slow Joe"