Unser Deutschland
Dokumentation in drei Teilen bei Geschichte im Ersten - D 2019

Erstausstrahlung und Wiederholungen, jeweils Das Erste

1. Einigkeit
45 Minuten
Montag, 30. September 2019, 23:30-00:15 Uhr
Dienstag, 01. Oktober 2019, 03:25-04:10 Uhr
Freitag, 04. Oktober 2019, 04:10-04:55 Uhr
Sonntag, 01. März 2020, 20:15-21:00 Uhr
Montag, 02. März 2020, 01:15-02.00 Uhr

2. Recht
45 Minuten
Montag, 07. Oktober 2019, 23:30-00:15 Uhr
Dienstag, 08. Oktober 2019, 03:25-04:10 Uhr
Sonntag, 01. März 2020, 21:02-21:47 Uhr
Montag, 02. März 2020, 02:02-02:47 Uhr

3. Freiheit
45 Minuten
Montag, 14. Oktober 2019, 23:30-00:15 Uhr
Dienstag, 15. Oktober 2019, 03:25-04:10 Uhr
Sonntag, 01. März 2020, 21:47-22:30 Uhr
Montag, 02. März 2020, 02:47-03:30 Uhr

Wiederholungen anderer Sender:

Teil 1 - MDR, 1.12.2019, 22.50 Uhr
Teil 2 - MDR, 1.12.2019, 23.35 Uhr
Teil 3 - MDR, 3.12.2019, 22.05 Uhr

Buch: Christian Heynen, Ingo Helm, Thomas Gaevert
Regie: Volker Schmidt-Sondermann, Andrea Oster, Christian Heynen
Kamera: Andreas Bremer, Ralf Gemmecke, Götz Walter
Ton: Matthias Holland-Moritz, Stefan Klein, Christoph Wonneberger, Marek Fajlhauer
Musik: Robert Papst, Hugo Siegmeth
Schnitt: Sebastian Scholz, Markus Schickel
Grafik und Animation: Igor Mariniuk
Archiv-Recherche: Fynn Siemoneit
Mischung: Klaus Lehmann
Sprecher: Thomas Arnold
Redaktion: Anaïs Roth (MDR), Beate Schlanstein (WDR)
Produktikonsassistenz: Katja Aischmann
Produktionsleitung: Franziska Kleemann, Evelyn Wenzel (MDR)
Produzent: Volker Schmidt-Sondermann

Eine Produktion von TELLUX Dresden, MDR und WDR

Einigkeit und Recht und Freiheit - die ersten Worte unserer Nationalhymne und zugleich drei zentrale Werte, die mit unserem Land, mit unserer Demokratie fest verbunden sind. Wie haben sie sich im Laufe der deutschen Nachkriegsgeschichte entwickelt? Wie beurteilen Menschen in Ost und West ihren Wert? Wie steht es um Einigkeit, um Recht und um Freiheit in Deutschland, und welche Herausforderungen gab und gibt es, um diese Werte immer wieder zu leben und zu verteidigen?

Die dreiteilige Dokumentation von MDR und WDR für Das Erste taucht ein in die Geschichte von ganz Deutschland. Von Bundesrepublik und DDR, von Ost und West, von Deutschen, Zuwanderern, Flüchtlingen, Vertragsarbeitern und Migranten. Anhand der historisch prägenden Ereignisse der letzten 70 Jahre wird das ständige Ringen um Einigkeit, Recht und Freiheit in ganz Deutschland erzählt. Zu Wort kommen Menschen, die unsere Demokratie entscheidend mit geprägt haben. Politiker und Montagsdemonstranten. DDR-Schriftsteller und Journalisten, die die Pressefreiheit in der Bundesrepublik verteidigen mussten. Frauenrechtler, RAF-Anwälte, Polizisten und Datenschützer. Gewinner und manchmal auch Verlierer im Ringen um unsere Demokratie.

Tödliche Grenze - Der Schütze und sein Opfer

ZDFZeit Dokumentation, 45 Minuten

Sendetermine
Dienstag, 15.09.2015, 20.15 Uhr, ZDF
Mittwoch, 16.09.2015, 03.30 Uhr, ZDF

Mittwoch, 23.09.2015, 18.00 Uhr, zdf info
Mittwoch, 30.09.2015, 11.10 Uhr, zdf info
Freitag, 25.09.2015, 17.30 Uhr, zdf info
Miittwoch, 30.09.2015, 04.15 Uhr, zdf info
Mittwoch, 30.09.2015, 11.15 Uhr, zdf info
Samstag, 03.10.2015, 01.15 Uhr, zdf info

Sonntag, 08.11.2015, 20.15 Uhr, phoenix
Montag, 09.11.2015, 01.00 Uhr, phoenix
Montag, 09.11.2015, 07.30 Uhr, phoenix
Montag, 09.11.2015, 18.20 Uhr, phoenix

Sonntag, 03.04.2016, 02.00 Uhr, phoenix
Sonntag, 03.04.2016, 16.00 Uhr, phoenix
Montag, 04.04.2016, 06.00 Uhr, phoenix

Donnerstag. 04.01.2018, 23.45 Uhr, phoenix
Freitag. 05.01.2018, 05.45 Uhr, phoenix
Freitag. 05.01.2018, 15.45 Uhr, phoenix

Samstag, 09.11.2019, zdf info

Öffentliche Vorführungen:
Samstag, 13.08.2016, 18.00 Uhr, Puschkin-Kino, Halle (Saale)
siehe auch: [ MZ / Mitteldeutsche Zeitung ] vom 15.08.2016

Stabliste
Buch: Thomas Gaevert und Volker Schmidt-Sondermann
Regie: Volker Schmidt-Sondermann
Wissenschaftliche Beratung: Dr. Jochen Maurer
Kamera: Alexander Hein, Stefan Urlaß
Kameraassistent: Steffen Kober
Schnitt: Olaf Frackmann
Kostüm: Alexandra Ulrich
Maske: Juliane Brummund
Ausstattung: Claudia Ulrich
Musik: Matthias Rehfeldt
Sprecher: Thomas Arnold
Szenenbild: Claudia Ulrich
Producer: Christine Haupt, IFAGE
Produzent: Andrea Haas-Blenske, IFAGE
Produktion: Caroline Marinoff
Produktionsassistenz: Claudia Seelgen
Redaktion: Stefan Mausbach
Leitung: Stefan Brauburger

Die Rollen und ihre Darsteller
Heiko Runge: Aaron Köbsch
Uwe Fleischhauer: Leon Virgenz
Karsten Wolf: Brian Völkner
Jürgen Albrecht: Paul Simon
Major Helmut Piotrowski: Frank Sieckel

DDR-Grenzsoldaten                        © Bild: Söhnke Streckel   

Film ansehen: [hier]
Siehe auch: [Lange Schatten]

Im Dezember 1979 endet die Flucht von zwei fünfzehnjährigen Schülern aus der DDR zwischen den Grenzzäunen bei Sorge im Harz. Heiko Runge stirbt durch einen Schuss in den Rücken, Uwe Fleischhauer wird festgenommen. Die Stasi vertuscht den Zwischenfall. - Erstmals brechen ehemalige Grenzsoldaten ihr Schweigen und auch Uwe Fleischhauer hat sich entschlossen über die damaligen Ereignisse zu reden.

 

Vorbemerkung von Stefan Brauburger, Leiter der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte:

Wir feiern in diesem Jahr 25 Jahre deutsche Einheit. Eine ganze Generation hat die Zeit nicht mehr erlebt, in der Deutschland geteilt war, und auf welche Weise: durch Stacheldraht und Todesstreifen. Auch daran gilt es zu erinnern, an die gemeinsame, aber auch die gespaltene Geschichte, die in Einzelschicksalen besonders spürbar zum Ausdruck kommt.

Inhalt:

Am 8. Dezember 1979 beschließen zwei fünfzehnjährige Schüler aus Halle die Flucht aus der DDR. Heimlich verschwinden Heiko Runge und Uwe Fleischhauer von zu Hause, um sich in den Harz durchzuschlagen. Dort wollen sie über die innerdeutsche Grenze flüchten. Doch anstatt die Bundesrepublik zu erreichen, endet ihre Flucht zwischen den Grenzzäunen. Zwei Soldaten nehmen die Jungen unter gezieltes Feuer, so wie es von ihrem Kompaniechef, einem berüchtigten Scharfmacher, immer wieder befohlen wurde. Heiko Runge stirbt durch einen Schuss in den Rücken, Uwe Fleischhauer überlebt unverletzt und wird festgenommen.

Als die vorgesetzten Offiziere am Tatort eintreffen, um die "Grenzverletzer" persönlich in Augenschein zu nehmen, wird ihnen sofort die Brisanz dieses Vorfalls klar: Nur um die Unverletzlichkeit der Grenze zu garantieren, hat man auf zwei Jugendliche geschossen. Um einen öffentlichen Skandal, der das internationale Ansehen der DDR weiter beschädigen würde, zu verhindern, übernimmt die Stasi die Regie. Ihr Auftrag lautet, die wahren Umstände von Heiko Runges tragischem Tod zu verschleiern. Doch dazu müssen nicht nur die beiden Grenzschützen zum Schweigen gebracht werden. Es folgt ein ganzer Maßnahmenplan, der von der Stasi akribisch vorbereitet worden ist: Urkunden werden gefälscht, Akten manipuliert und Zeugenaussagen frisiert. Auch die Mutter des erschossenen Jungen wird eingeschüchtert und selbst Heikos Beerdigung muss geheim gehalten werden, um Mitschüler und Freunde auszuschließen.

Foto: Uwe Fleischhauer (Leon Virgenz) und Heiko Runge (Paul Simon) wollen aus der DDR fliehen.
© Bild: ZDF / Steffen Junghans

Bis zum Ende der DDR kamen mindestens 13 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bei Fluchtversuchen an der innerdeutschen Grenze ums Leben. Heiko Runges Geschichte steht exemplarisch für diese Fälle. Doch wie war es möglich, dass aus unbescholtenen jungen DDR-Bürgern, die ihren Grundwehrdienst an der Grenze verrichten mussten, Todesschützen wurden?

Neben der Rekonstruktion der damaligen Vorgänge erkundet der Film die psychologisch-menschliche Dimension, die hinter den tragischen Ereignissen an der Grenze im Harz steht. Dabei wird deutlich: Der "Schießbefehl" allein erklärt nicht, weshalb Heiko Runge sterben musste. Viele der ehemaligen DDR-Grenzsoldaten haben den Konflikt, in dem sie sich damals als zwanzigjährige junge Männer befanden, bis heute nicht auflösen können. Die Angst, selbst schießen zu müssen, begleitete sie ständig und wurde dennoch jeden Tag aufs Neue verdrängt. Doch was ging in ihnen vor, wenn sie tatsächlich auf Flüchtlinge trafen, die im Sprachjargon der DDR als gefährliche "Grenzverletzer" galten? Was passierte, wenn die ohnehin schon angespannte Situation in den einzelnen Grenzabschnitten durch verantwortungslose Vorgesetzte und politische Scharfmacher noch zusätzlich angeheizt wurde?

Erstmals brechen ehemalige Soldaten und Offiziere der 7. Grenzkompanie Sorge das Schweigen und berichten nicht nur über ihre eigene Dienstzeit, sondern auch über die Umstände, die aus ihrer Sicht zum Tod von Heiko Runge führten. Zu den im Film zu Wort kommenden Zeitzeugen gehört auch ein Hauptfeldwebel, der – um die Flucht eines russischen Soldaten zu stoppen – wenig später selber zum Todesschützen wurde.

Auch Uwe Fleischhauer, der damals überlebende Jugendliche, hat sich entschlossen, noch einmal über die damaligen Ereignisse zu reden. Das Trauma um den tragisch gescheiterten Fluchtversuch prägt ihn bis heute. Für den Film besuchte er erstmals wieder jenen Ort, an dem sein Freund Heiko vor über drei Jahrzehnten starb.

© IFAGE FILMPRODUKTION 2014


[ ZDF ] Zitate von Zeitzeugen
[ Volksstimme ] 27.09.2014 / Dreharbeiten
[ Volksstimme ] 25.07.2015 / Vorpremiere (regional)
[ Volksstimme ] 25.07.2015 / Vorpremiere (überregional)
[ Frankfurter Rundschau ] 15.09.2015
[ Tagesspiegel Berlin ] 15.09.2015
[ Freie Presse Chemnitz ] 15.09.2015
[ unitymedia ] Programm-Hinweis
[ prisma ] Programm-Hinweis

"40 Jahre Polizeiruf - Eine Erfolgsstory"

Produktion: D 2011, URLASS-Film im Auftrag des MDR
Sendetermine:
23.06.2011, 21.30 Uhr, MDR
27.06.2011, 21.00 Uhr, RBB
13.12.2011, 22.05 Uhr, MDR
17.06.2012, 16.25 Uhr, 3sat
24.05.2016, 22.05 Uhr, MDR (diese Wiederholung lief unter der Titeländerung "45 Jahre Polizeiruf - Eine Erfolgsstory" und in einer leicht von MDR-Redakteur Martin Hübner veränderten Fassung)

Als Bonusmaterial (leicht gekürzt) in "Polizeiruf 110" - DVD-Box 9 enthalten.

Autoren: Matthias Ehlert, Thomas Gaevert, Lutz Pehnert
Sprecher: Henrik Wöhler
Kamera: André Böhm, Stefan Urlaß
Schnitt: Matthias Kleinwächter, Stefan Urlaß
Bildbearbeitung: Olaf Frackmann
Ton: Robert Cöllen, Steffen Kober,
Sprachaufnahme: Olaf Mehl
Tonmischung: Olaf Frackmann, Thomas Weiß
Herstellungsleitung: Frank Egner
Redaktion: Martin Hübner, Dr. Katja Wildermuth

Film ansehen: [hier]

Siehe auch: [Polizeiruf 110: "Im Alter von ..."] und: [Eher regnet es Tinte...]

 

Am 27. Juni 1971 machten sich Oberleutnant Fuchs und Leutnant Vera Arndt  für den Deutschen Fernsehfunk, der wenig später in Fernsehen der DDR umbenannt wurde, erstmals auf Verbrecherjagd. Die Reihe überlebte das Ende der DDR und schaffte es mit neuen Geschichten und neuen Gesichtern in die ARD. Bis heute gehört die Sendereihe zu den erfolgreichsten deutschen Krimiformaten. Ihre Filme spiegeln zugleich vier Jahrzehnte deutscher Zeitgeschichte wider.

Anfang 2009 konnte im Deutschen Rundfunkarchiv (DRA) Potsdam-Babelsberg das stumme Kameranegativ einer nie gesendeten "Polizeiruf"-Folge identifiziert werden. Es handelte sich um das verschollen geglaubte Filmmaterial zu "Im Alter von..." - ein Film, der 1974 gedreht und noch vor seiner Fertigstellung vernichtet werden sollte. Eine kleine Sensation und Anlass genug, die Hintergründe zu diesem Film-Verbot etwas genauer zu betrachten - im Kontext des 40jährigen Jubiläums der legendären Krimi-Reihe.

Foto: Jürgen Frohriep (Oberleutnant Jürgen Hübner) und Till Hochstetter (Fred Östereich) in der Anglerhütte.
Quelle: http://www.mdr.de

Pressestimmen:
"In der informativen, leicht selbstbeweihräuchernden Dokumentation [...] gräbt der MDR tief in die Fernsehgeschichte und fördert dabei eine brisante Geschichte zutage, einen verschollen und vernichtet geglaubten 'Polizeiruf', der 1974 unter dem Arbeitstitel 'Am hellerlichten Tag' gedreht und verboten wurde."
FAZ, 21. Juni 2011

 

 

Ausgelöscht - Bialystok und seine Juden

Produktion: D 2007, Aquino Film, WDR/RBB 22.11.2007, 00.00 Uhr, DasErste - Farbe + s/w, 43 Minuten

Weitere Sendungen:
26.11.2007, 20.15-21.00 Uhr, EINS EXTRA
05.11.2008, 22.35-23.20 Uhr, RBB
07.06.2011, 00.00-00.45 Uhr, WDR

Am 15.07.2008, 20.00 Uhr, wurde der Film im Kinosaal des Martin-Gropius-Bau's, Berlin-Kreuzberg, gezeigt. Nach der Vorführung standen sowohl die mitwirkende Zeitzeugin Helena Bohle-Szacki als auch der Autor Thomas Gaevert für Fragen zur Verfügung. Moderation: Katrin Stoll, Universität Bielefeld und Beraterin des Filmprojektes.

Ein Film von Martin Hilbert und Thomas Gaevert

Video: [Ausgelöscht - Bialystok und seine Juden]

Von den mehr als 60.000 Einwohnern, die Anfang des 20. Jahrhunderts in der ostpolnischen Stadt Bialystok lebten, waren drei Viertel Juden; die jüdische Gemeinde war die größte in Polen. Es gab ein reiches jüdisches Kulturleben: jüdische Schulen und Theater, Museen und Bibliotheken.

Das normale, zivile Leben endete abrupt im September 1939. Zunächst besetzten deutsche Truppen die Stadt. Dann, eine Woche später, trat die Aufteilung Polens nach dem Hitler-Stalin-Pakt in Kraft – Bialystok wurde der Roten Armee übergeben. Die sowjetischen Soldaten traten anders auf als die Deutschen, aber auch sie begannen, die jüdische Bevölkerung zu unterdrücken. Verboten wurde alles, was zur jüdischen Kultur gehörte, vor allem der Gebrauch von Jiddisch und Hebräisch in Schulen oder Zeitungen. Viele Flüchtlinge, die sich vor der Verfolgung durch die Deutschen in den deutsch besetzten westpolnischen Gebieten in Sicherheit bringen wollten, wurden nahezu umgehend in sibirische Arbeitslager deportiert. Doch der wirkliche Schrecken erreichte Bialystok, als im Juli 1941, fast zwei Jahre nach Beginn der sowjetischen Besatzung, die Deutschen wieder in die Stadt einmarschierten – unmittelbar nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion. Jetzt begann die systematische Ermordung der jüdischen Bevölkerung von Bialystok. Kinder wurden nach Theresienstadt verschleppt, über 30.000 Menschen in den ersten beiden Monaten getötet. Als dann das Ghetto Bialystok eingerichtet wurde, erklärte sich der von den Nazis installierte Judenrat in höchster Not zur Kooperation mit den Deutschen bereit. Jeder hoffte, durch die Arbeit in den großen kriegswichtigen Textilbetrieben sein Leben retten zu können. Vergeblich: Im Laufe des Jahres 1943 wurden alle noch in Bialystok lebenden Juden ermordet.

Das jüdische Bialystok lebt nur noch in der Erinnerung der wenigen Überlebenden, denen irgendwann die Flucht gelang. Einige von ihnen, die heute über die ganze Welt verstreut leben, erzählen in dieser Dokumentation von den schwarzen Jahren Bialystoks, von der sowjetischen Unterdrückung und dem deutschen Terror. Felicja Novak ist noch einmal nach Bialystok gefahren.

An den Orten von damals schildert sie, wie ihre Angehörigen drangsaliert und ermordet wurden, unter welchen Umständen sie selbst überlebt hat. Umfangreiches Foto- und Filmmaterial aus Bialystok sowie Tonaufzeichnungen aus den Prozessen gegen die deutschen Verantwortlichen zeichnen ein tief beschämendes Kapitel deutsch-polnischer Geschichte nach.

Bild oben: Die junge Felicja Nowak. Eine polnische Bauernfamilie half ihr bei der Flucht aus dem Ghetto und versteckte sie bis zum Kriegsende vor ihren Verfolgern.

Autor: Thomas Gaevert
Regie: Martin Hilbert
Redaktion: Beate Schlanstein (WDR) / Jens Stubenrauch (RBB)
Kamera: Jan Christoph Bieselt / Martin Hilbert
Schnitt: Maya Raue
Ton: Simon Schläger
Grafik: Jan Christoph Bieselt
Musik: Reinhard Schaub, Zbigniew Siwinski
Wissenschaftliche Beratung: Katrin Stoll, Dr. Freia Anders (Universität Bielefeld)
Sprecher: Gregor Höppner, Gisela Claudius, Sigrid Bolde, Heinz Neumann
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[Pressestimmen]