Kalter Krieg im Radio
Propagandaschlachten im Nachkriegsdeutschland

Sendetermin: Mittwoch, 6. November 2019, 22.05 Uhr, SWR2 Feature - 55 Minuten

Autor: Thomas Gaevert
Redaktion: Wolfgang Wessels

Kaum war der 2. Weltkrieg zuende, konnte man in Deutschland schon wieder Radio hören. Auf Geheiß der sowjetischen Militärregierung ging am 13. Mai 1945 der Berliner Rundfunk in der geteilten Stadt an den Start. Seine Kennung: „Hier spricht Berlin.“ Ein Jahr später folgte die amerikanische Besatzungsmacht mit dem „Rundfunk im amerikanischen Sektor“ (RIAS). Dessen Kennung: „Eine freie Stimme der freien Welt“.

Am Anfang galt die Regel, dass sich die alliierten Mächte im Radio nicht gegenseitig kritisieren sollten. Doch die Konflikte ließen nicht lange auf sich warten und der Kalte Krieg zwischen Ost und West wurde auch im Radio ausgetragen - mit viel ideologischer Propaganda und immer neuen Sendeformaten auf beiden Seiten. Erst der Mauerfall beendete dieses besondere Kapitel deutsch-deutscher Rundfunkgeschichte.

 

Das Haus hat gelbe Fenster
Eine Gruselfiktion von Maidon Bader und Thomas Gaevert

Hörspiel-Produktion - 2018/2019
Länge: ca. 50 Minuten
geplante Veröffentlichung: September 2019

Darsteller: Annabelle Leip, Nicole Gospodarek, Jannek Petri

Am Stadtrand steht ein denkmalgeschützes Haus, dem Verfall anheim gegeben. Zwei Frauen treffen dort aufeinander, sie könnten kaum unterschiedlicher sein: Anna (Annabelle Leip), die der Enge eines geregelten Lebens entflohen ist, und Valentina (Nicole Gospodarek), eine heimatlose Künstlerin. Anna sieht Valentina dabei zu, wie sie in den Tag hinein lebt und kompromisslos ihre Kunst-Aktionen inszeniert. Zuerst ist Anna schockiert, dann fasziniert. Aus Faszination wird schnell Anziehung, eine Freundschaft entsteht.

Doch das Glück ist fragil, bald mischen sich seltsame Untertöne in die häusliche Idylle. Die Waschmaschine läuft, obwohl niemand sie angestellt hat, die Nachbarn melden sich zu Wort, und dann taucht zu allem Überfluss auch noch ein Mann auf, der Gefallen an Valentina gefunden hat. Robert (Jannek Petri) ist sympathisch und unkompliziert und schneit immer öfter herein, doch Valentina entzieht sich und ist tagelang verschwunden.

Übrig bleibt Anna. Sie versucht, mit den Geschehnissen in dem zerfallenden Haus Schritt zu halten, aber langsam wächst ihr alles über den Kopf.

Von der Heimat der kleinen weißen Taube (Arbeitstitel)

Dokumentarfilm - geplante Länge: 30 Minuten
voraussichtliche Veröffentlichung: noch nicht bekannt

Autor/Regie: Thomas Gaevert
Animation: Hans Jörg Herrmann
Kamera/Schnitt: Stefan Urlaß
Produktion: Stefan Urlaß / urlassfilm

Trailer

DT64 – Das Jugendradio aus dem Osten 1964-1993
Eine Buchpublikation der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
mit freundlicher Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin

ISBN: 978-3-946939-29-0
Veröffentlichung: 9. Mai 2018

Autor: Thomas Gaevert

Den meisten Menschen im Osten dürfte der Jugendradiosender DT64 noch ein Begriff sein. Gegründet wurde DT64 als Begleitsendung zum Deutschlandtreffen 1964 in Ostberlin. Aufgrund seiner großen Beliebtheit entstand daraus zunächst eine tägliche Magazinsendung im Berliner Rundfunk.

Erst Mitte der achtziger Jahre wurde daraus ein eigener Jugendsender. Auch wenn sich Jugendradio DT64 zu DDR-Zeiten nicht völlig von den politischen Vorgaben der SED befreien konnte, bot der Sender doch eine frech-fröhliche Alternative zu den gleichgeschalteten Programmen des übrigen DDR-Rundfunks.

Der Grund: die Redaktion verstand sich als Begleiter und Anwalt ihrer jungen Hörer. Das mißfiel den politisch Verantwortlichen in der DDR und führte oftmals zu heftigen Auseinandersetzungen. Durch kritische Redaktionsbeiträge und eine Musikauswahl fern des üblichen Dudelfunks wurde DT64 nach dem Fall der Mauer zu einem Identifikationssymbol ostdeutscher Jugendlicher. Doch auch mit diesem Konzept war dem Sender kein langes Leben in Freiheit beschieden.

Buchumschlag im .pdf-Format: [hier]
Siehe auch: [Eure Sendung, junge Leute!]
_________________________________

Buchbestellung (mit entsprechend unterschiedlichen Einbänden):

Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
Für Bestellungen innerhalb Thüringens wird für bis zu 2 Büchern eine Bereitstellungs-Pauschale von 3,- Euro, für 3 bis 6 Bücher 5,- Euro erhoben; außerhalb Thüringens 5,- Euro pro Buch. Sie können maximal 6 Bücher bestellen.

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin
Für Interessenten einzelner Exemplare empfehlenswert, da hier lediglich eine Schutzgebühr inklusive Versandkosten von 2,- Euro erhoben wird.