Auf der Suche nach der Welt von morgen
Eine Phantastische Bibliothek und ihre Zukunftsforscher


Sendetermin: Freitag, 21. September 2018, 10.03 Uhr, SWR2 Leben - 25 Minuten

Autor: Thomas Gaevert
Redaktion: Ellinor Krogmann

Die „Phantastische Bibliothek Wetzlar“ ist seit über 30 Jahren Treffpunkt für Science-Fiction-Fans. Und nicht nur das. Zu ihren Kunden zählen inzwischen auch Banken und Versicherungen, Energie- und Kommunikationsunternehmen, Chemie- und Autokonzerne. Sie wollen Ideen aus der Science-Fiction-Literatur sammeln, wie ihre Produkte und Entwicklungsstrategien von morgen aussehen könnten. Aber kann die Science-Fiction-Literatur tatsächlich brauchbare Antworten über die Verkehrssysteme der Zukunft, weitere Entwicklungen in der Nanotechnologie oder den richtigen Umgang mit künstlicher Intelligenz liefern?

DT64 – Das Jugendradio aus dem Osten 1964-1993
Eine Buchpublikation der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
mit freundlicher Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin

ISBN: 978-3-946939-29-0
Veröffentlichung: 9. Mai 2018

Autor: Thomas Gaevert

Den meisten Menschen im Osten dürfte der Jugendradiosender DT64 noch ein Begriff sein. Gegründet wurde DT64 als Begleitsendung zum Deutschlandtreffen 1964 in Ostberlin. Aufgrund seiner großen Beliebtheit entstand daraus zunächst eine tägliche Magazinsendung im Berliner Rundfunk.

Erst Mitte der achtziger Jahre wurde daraus ein eigener Jugendsender. Auch wenn sich Jugendradio DT64 zu DDR-Zeiten nicht völlig von den politischen Vorgaben der SED befreien konnte, bot der Sender doch eine frech-fröhliche Alternative zu den gleichgeschalteten Programmen des übrigen DDR-Rundfunks.

Der Grund: die Redaktion verstand sich als Begleiter und Anwalt ihrer jungen Hörer. Das mißfiel den politisch Verantwortlichen in der DDR und führte oftmals zu heftigen Auseinandersetzungen. Durch kritische Redaktionsbeiträge und eine Musikauswahl fern des üblichen Dudelfunks wurde DT64 nach dem Fall der Mauer zu einem Identifikationssymbol ostdeutscher Jugendlicher. Doch auch mit diesem Konzept war dem Sender kein langes Leben in Freiheit beschieden.

Buchumschlag im .pdf-Format: [hier]
Siehe auch: [Eure Sendung, junge Leute!]
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Buchbestellung (mit entsprechend unterschiedlichen Einbänden):

Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
Für Bestellungen innerhalb Thüringens wird für bis zu 2 Büchern eine Bereitstellungs-Pauschale von 3,- Euro, für 3 bis 6 Bücher 5,- Euro erhoben; außerhalb Thüringens 5,- Euro pro Buch. Sie können maximal 6 Bücher bestellen.

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin
Für Interessenten einzelner Exemplare empfehlenswert, da hier lediglich eine Schutzgebühr inklusive Versandkosten von 2,- Euro erhoben wird.

Tödlicher Staub
Der Uranbergbau im Erzgebirge und seine Folgen


SWR2 Feature - ca. 55 Minuten - noch kein Sendetermin

Autor: Thomas Gaevert
Redaktion: Wolfram Wessels

Die „Wismut AG“ war ein von der sowjetischen Besatzungsmacht geführtes Bergbauunternehmen, das seit 1946 Uran im Erzgebirge förderte. Die Sowjetunion brauchte das Uran dringend zum Bau ihrer Atomwaffen. Der mit dessen Förderung verbundene hohe Arbeitskräftebedarf wurde zunächst durch Zwangsarbeiter gedeckt. An ihre Stelle traten später freiwillige Arbeitskräfte mit überdurchschnittlich hoher Bezahlung. Damit konnte die Produktion schließlich erfolgreich beschleunigt werden. Doch wer hier arbeitete, atmete mit dem Staub zugleich radioaktives Radongas ein. Das Ende – die Bergleute nannten es die Schneeberger Krankheit – war ein sehr qualvoller Tod.

Zentralhalde Oberschlema (1950)
© Foto: Privatsammlung Klaus Moldenhauer, Nordhausen

Doch nicht nur die Bergleute atmeten den gefährlichen Staub ein. Auch über Tage lauerte der Tod auf Raten, denn der Wind wirbelte den radioaktiven Staub von den Abraumhalden herab in die Wohnstuben. Dabei wurde niemand verschont. Hinzu kamen hunderte von Wetterschächten, welche die radonhaltige Luft an die Erdoberfläche und damit direkt in den Ort Schlema leiteten. Zudem wurde ungeklärtes Grubenwasser aus den Stollen in die Flüsse der Umgebung gepumpt. Nicht umsonst wurde die Gegend um Schlema bald nur noch das Tal des Todes genannt. Doch auch den umliegenden Orten der Umgebung erging es nicht viel besser. Mit dem immer weiter fortschreitenden Uranabbau nahm eine der größten Umweltkatastrophen auf deutschem Boden ihren Lauf.

Welche Gefahr von dem strahlenden Gestein und seinen Zerfallsprodukten ausgeht, war in der DDR Geheimsache. 1990 endete der Uranabbau im Erzgebirge. Was blieb, war verstrahlte Ödnis. Es begann Deutschlands größtes Projekt in Sachen Umweltsanierung. Doch die radioaktive Vergangenheit lässt sich nicht einfach zuschütten. Sie rumort in der Tiefe und drängt immer wieder nach oben. Wie geht man heute damit um?

Die Wetterbeobachter

SWR2 Leben - 25 Minuten
Noch kein Sendetermin

Autor: Thomas Gaevert
Redaktion: Ellinor Krogmann

Juni 1947: Zwei Jahre hatte es auf dem Brocken keine Wettermessungen mehr gegeben, als dort Kurt und Elfriede Glaß wieder den Dienst aufnahmen. Seit der Bombardierung des Harzgipfels in den letzten Kriegstagen lag alles in Schutt und Asche. Viel Arbeit für das Ehepaar, bevor sie am 20. Oktober 1948 die erste Wettermeldung nach Kriegsende absetzen konnten. Von diesem Tag an wurden wieder alle zwei Stunden die Daten zu Temperatur, Niederschlag, Wind, den Sichtwerten und dem Luftdruck auf dem Brocken nach Halle und Potsdam gemeldet. 1956 verließ das Ehepaar Glaß den Berg. Neue Generationen von Wetterbeobachtern folgten. Diese mussten miterleben, wie die DDR den Brocken zur militärischen Hochsicherheitszone ausbauen ließ. Erst mit dem Mauerfall fand der gefährliche Wahnsinn ein Ende. Wegen ihrer exponierten Lage zählt die Wetterstation auf dem Brocken heute zu den wichtigsten bemannten Warten des Deutschen Wetterdienstes. Noch ist sie rund um die Uhr besetzt. Doch 2021 soll Schluss sein. Die Sendung zeichnet die Lebenswege von Menschen nach, die über mehrere Jahrzehnte mit der Geschichte dieser berühmten Wetterstation verbunden sind.