Die Supergeheimen
Der Militärische Nachrichtendienst der DDR

SWR2 Feature - 53 Minuten
Noch kein Sendetermin

Autor: Thomas Gaevert
Redaktion: Wolfram Wessels

Er war eines der bestgehütetsten Geheimnisse im Kalten Krieg - der Militärische Nachrichtendienst der DDR. Sein Auftrag lautete, alle Potenzen der Bundeswehr und der NATO, ihre Strukturen, Führungskonzeptionen und militärischen Pläne auszuforschen.

Dafür verfügte dieser Dienst über ein Netz von über 200 Spionen im Westen und stand damit zugleich auch in Konkurrenz zum gewichtigeren Ministerium für Staatssicherheit (MfS) und seiner von Markus Wolf geleiteten Hauptverwaltung Aufklärung (HVA). Doch während die HVA-Zentrale bei ihren Gegnern im Westen bekannt war, hatte man dort kaum Hinweise auf die Existenz des Militärischen Nachrichtendienstes der DDR.

Ein Hörfunkfeature über ein weitgehend unbekanntes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte.

Ein Doktorand aus Wisconsin

SWR2 - noch kein Sendetermin

Autor: Thomas Gaevert

Sabine Lange, Mitarbeiterin im mecklenburgischen Fallada-Archiv, findet bei Aufräumungsarbeiten Ende der 90er Jahre Unterlagen aus der DDR-Zeit. Sie enthüllen, wie das Fallada-Haus in Feldberg sowie das ihm angeschlossene Literaturzentrum Neubrandenburg vom MfS benutzt wurde, um mißliebige Forscher, junge Autoren und Schriftsteller zu bespitzeln. Daneben sollten Forschungsvorhaben und deren Themen manipuliert werden. Unter den überwachten Personen befand sich auch ein Doktorand aus den USA, auf den allein 16 Mitarbeiter der Staatssicherheit angesetzt wurden.

Als Sabine Lange mit ihrem Aktenfund an die Öffentlichkeit gehen will, wird sie von ihren Vorgesetzten - seit DDR-Zeiten noch immer im Amt - entlassen. Ihre 2006 veröffentlichte Buchdokumentation über die Täter von damals wird von einem Richter des Hamburger Landgerichts verboten. Für Sabine Lange ist nun klar: Die langen Schatten der Stasi reichen bis in die Gegenwart. Doch wie groß ist der Einfluß der Täter von damals wirklich? Wie konnte es soweit kommen, dass sie mit den Mitteln des heutigen Rechtsstaates die Aufarbeitung der Vergangenheit behindern können?

DT64 - Jugendradio in der DDR (Arbeitstitel)
Eine Buchpublikation der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen


geplante Veröffentlichung: 2018

Autor: Thomas Gaevert

Den meisten Menschen im Osten dürfte der Jugendradiosender DT64 dürfte noch ein Begriff sein. Gegründet wurde DT64 als Begleitsendung zum Deutschlandtreffen 1964 in Ostberlin. Aufgrund seiner großen Beliebtheit entstand daraus zunächst eine tägliche Magazinsendung im Berliner Rundfunk. Erst Mitte der achtziger Jahre wurde daraus ein eigener Jugendsender. Auch wenn sich Jugendradio DT64 zu DDR-Zeiten nicht völlig von den politischen Vorgaben der SED befreien konnte, bot der Sender doch eine frech-fröhliche Alternative zu den gleichgeschalteten Programmen des übrigen DDR-Rundfunks. Der Grund: die Redaktion verstand sich als Begleiter und Anwalt ihrer jungen Hörer. Das mißfiel den politisch Verantwortlichen in der DDR und führte oftmals zu heftigen Auseinandersetzungen. Durch kritische Redaktionsbeiträge und eine Musikauswahl fern des üblichen Dudelfunks wurde DT64 nach dem Fall der Mauer zu einem Identifikationssymbol ostdeutscher Jugendlicher. Doch auch mit diesem Konzept war dem Sender kein langes Leben in Freiheit beschieden.

Von der Heimat der kleinen weißen Taube (Arbeitstitel)

Dokumentarfilm - geplante Länge: 30 Minuten
voraussichtliche Veröffentlichung: 2018

Autor/Regie: Thomas Gaevert
Animation: Hans Jörg Herrmann
Kamera/Schnitt: Stefan Urlaß
Produktion: Stefan Urlaß / urlassfilm

Trailer